Autor: andi

  • Ent­scheid in Kob­lach sorgt für Dis­kus­sio­nen – doch Rhesi bleibt auf Kurs

    Ent­scheid in Kob­lach sorgt für Dis­kus­sio­nen – doch Rhesi bleibt auf Kurs

    Ein aktueller Entscheid in der Vorarlberger Gemeinde Koblach hat dem Projekt Rhesi neue Aufmerksamkeit beschert. Dort, wo die grösste Aufweitung des Flussraums geplant ist, hat der Gemeinderat einen vorgesehenen Grundstücktausch knapp abgelehnt. Dieser Entscheid stellt zweifellos ein Problem dar und zwingt die Projektverantwortlichen zu Anpassungen – ein Projektstopp ist damit jedoch nicht verbunden. Gerade Koblach…

  • Rhesi-Projekt steht vor entscheidender Bewilligungsphase

    Rhesi-Projekt steht vor entscheidender Bewilligungsphase

    Das seit rund 20 Jahren geplante Hochwasserschutzprojekt Rhesi im Alpenrhein hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Nach mehreren Überarbeitungen soll das Grossprojekt im März 2026 den zuständigen Behörden in der Schweiz und in Österreich zur Bewilligung vorgelegt werden. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche rechtliche und organisatorische Grundlagen geschaffen: Das Schweizer Bundesparlament hat dem Vorhaben zugestimmt,…

  • Kraft­werk Rei­chen­au: Fisch­trep­pe für die See­forel­le

    Kraft­werk Rei­chen­au: Fisch­trep­pe für die See­forel­le

    Die Seeforelle, eine bedrohte Fischart, benötigt freie Wanderwege vom Bodensee zurück in die Oberläufe des Alpenrheins, um zu laichen. Eine Fischaufstiegshilfe am Kraftwerk Reichenau seit 2000 ermöglicht dies teilweise. Doch in den Hochwassern 2019/20 wurde die Flusssohle nahe dem Einstieg zur Aufstiegshilfe stark erodiert, sodass bei Niedrigwasser kein Zugang mehr bestand. Auf behördliche Anordnung der…

  • Rhein­kraft­werk beim Ell­horn: Und ewig grüsst das Mur­mel­tier

    Rhein­kraft­werk beim Ell­horn: Und ewig grüsst das Mur­mel­tier

    Seit Jahren wird über ein Wasserkraftwerk am Alpenrhein zwischen Balzers, Sargans und Fläsch diskutiert. Zweimal galt das Projekt bereits als „unbaubar“, vor allem wegen ökologischer Bedenken rund um den Rheindamm beim Ellhorn. Schon früher wurde das Projekt beerdigt, weil es nicht wirtschaftlich ökologisch nicht verträglich sei und weil es negative Auswirkungen auf das Grundwasser und…

  • Rhesi-Mit­wir­kungs­be­rich­te ver­öf­fent­licht

    Rhesi-Mit­wir­kungs­be­rich­te ver­öf­fent­licht

    Vom 11.März bis zum 31.Mai 2024 führte der Kanton St. Gallen das sogenannte Mitwirkungsverfahren zu den geplanten Rheinaufweitungen auf der Rhesi-Strecke in der Schweiz durch. Da in Österreich kein gleichartiges Verfahren existiert, legte die Internationale Rheinregulierung im Sinne der Gleichbehandlung die Unterlagen in Österreich ebenfalls offen und lud zur Mitwirkung ein. Zwei Berichte beantworten die…

  • Vor­pro­jekt Esch­ner Au der Be­völ­ke­rung vor­ge­stellt

    Vor­pro­jekt Esch­ner Au der Be­völ­ke­rung vor­ge­stellt

    Die Verantwortlichen aus Liechtenstein und der Schweiz haben der Bevölkerung das Vorprojekt «Revitalisierung Rhein Schaan-Buchs-Eschen» vorgestelllt. Nach Darstellung der Behörden vereint das Projekt Hochwasserschutz und Ökologie. Die Umweltverbände betrachten die vorgesehene Aufweitung als zu klein und nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechend. Die Länge der Projektstrecke beläuft sich auf 1,7 km bei einer Breite von rund…

  • Auf­wei­tung Maien­feld/Bad Ragaz ver­zö­gert sich weiter

    Auf­wei­tung Maien­feld/Bad Ragaz ver­zö­gert sich weiter

    Aufgrund von weiteren Grundwasserabklärungen verschiebt sich die Abgabe des Auflageprojekts der Aufweitung Alpenrhein Maienfeld / Bad Ragaz in den Frühling 2025. Mit dem Bundesamt für Umwelt konnten zwischenzeitlich die offenen Punkte zum Geschiebehaushalt des Alpenrheins geklärt werden. Das Projekt der Kantone St.Gallen und Graubünden sowie der anliegenden Gemeinden Bad Ragaz, Maienfeld und Landquart versetzt den…

  • Bun­des­rat will beim Ge­wäs­ser­schutz spa­ren – Wider­stand wächst

    Bun­des­rat will beim Ge­wäs­ser­schutz spa­ren – Wider­stand wächst

    Der Bundesrat will in den nächsten vier Jahren 146 Millionen Franken in die Revitalisierung von Flüssen und Bächen investieren. Für Kantone und Umweltverbände ist das deutlich zu wenig: Sie fordern 40 Millionen mehr. Hintergrund ist das Gewässerschutzgesetz von 2011, das vorschreibt, bis 2090 ganze 4000 Kilometer verbauter Gewässer wieder in einen naturnahen Zustand zu versetzen.…

  • Bauern und SVP gegen Rhesi

    Bauern und SVP gegen Rhesi

    Der österreichische Nationalrat hat einstimmig JA zum Kredit für Rhesi gesagt. Die St. Galler Bauern und die SVP wollen in Bern Sturm gegen den entsprechenden Staatsvertrag mit Österreich laufen. Die Kosten von 2.1 Milliarden CHF für das Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekt Rhesi sollen gemäss Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Österreich von beiden Staaten gemeinsam je zur…

  • Staats­ver­trag für «Rhesi» un­ter­zeich­net

    Staats­ver­trag für «Rhesi» un­ter­zeich­net

    Die Schweiz und Österreich verstärken den Hochwasserschutz entlang des Alpenrheins gemeinsam. Der Schweizer Umweltminister Bundesrat Albert Rösti und der österreichische Bundesminister Norbert Totschnig haben am 17. Mai 2024 zu diesem Zweck einen Staatsvertrag unterzeichnet. Er erhöht die Sicherheit im Rheintal und sorgt für eine naturnahe Gestaltung des Flusses. Mit dem neuen Staatsvertrag – dem vierten…

Bes­serer Hoch­was­ser­schutz dank Auf­wei­tun­gen
Die bestehenden, um die 150 Jahre alten Dämme bieten nicht mehr an allen Orten die erforderliche Sicherheit und den gewünschten Hochwasserschutz. Sie werden deshalb an vielen Stellen saniert. Wenn dem Rhein mit Aufweitungen mehr Platz gegeben wird und gleichzeitig an ihrem Rand neue Dämme nach heutigem Wissen und mit heutiger Technik gebaut werden, dann bietet […]
Die Neben­flüs­se sind für die öko­lo­gi­sche Ver­net­zung und die Fisch­wan­de­rung un­ver­zicht­bar
Die Nebenflüsse des Alpenrheins spielen eine zentrale Rolle für ökologische Vernetzung und Fischwanderung – und geraten gleichzeitig durch Wasserkraftnutzung in einen massiven Zielkonflikt. 1. Bedeutung der Nebenflüsse für die ökologische Vernetzung 2. Bedeutung für die Fischwanderung 3. Problematik durch Wasserkraft 4. Lösungsansätze Zusammengefasst:Die Nebenflüsse sind für die ökologische Vernetzung und die Fischwanderung im Alpenrhein unverzichtbar, […]
Öko­lo­gi­sche Mach­bar­keits­stu­die Re­vi­ta­li­sie­rung Alpen­rhein Ober­au (Zizers)
Im Fazit der „Ökologischen Machbarkeitsstudie Revitalisierung Alpenrhein Oberau (Zizers)“ vom 12.05.2023 ist zu lesen: Eine Revitalisierung im Perimeter Oberau bei Zizers ist dann ein grosser ökologischer Mehrwert, wenn möglichst viel Fläche dynamisiert wird und die Breite, die der Rhein sporadisch beeinflussen kann, möglichst ausgenutzt wird. Der Zielkonflikt zwischen Sichern der hohen Werte der Stillgewässer (Amphibien, […]
Die Platt­form Le­ben­di­ger Al­pen­rhein
Die «Plattform Lebendiger Alpenrhein» ist ein Zusammenschluss der Umweltverbände am Alpenrhein, bestehend aus den WWF-Sektionen Graubünden und St.Gallen, Pro Natura St.Gallen-Appenzell, der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz LGU und dem Naturschutzbund Vorarlberg. Ein zentrales Thema der Plattform ist der gemeinsame Einsatz für die Wiederbelebung des Alpenrheins. Die Partner bringen sich eigenständig in ihren Gebietskörperschaften ein. Gemeinsam […]
Ripi­cole Arth­ro­po­den
Ripicole Arthropoden sind Gliedertiere (Arthropoden), die speziell an Lebensräume entlang von Gewässerufern (lat. ripa = Ufer) angepasst sind. Dazu zählen zum Beispiel bestimmte Spinnen, Käfer, Insektenlarven oder Springschwänze, die auf Kiesbänken, Sandflächen, Schotterufern oder überschwemmten Zonen vorkommen. Diese Tiere sind häufig Pioniere, die rasch neu entstandene oder regelmässig gestörte Standorte – etwa nach Hochwasser – […]
Mor­pho­lo­gi­sche Viel­falt
Der Begriff Morphologie bezeichnet im Kontext von Flüssen und Gewässern die äussere Gestalt und Struktur eines Flusslaufs. Dazu gehören das Flussbett, die Uferzonen, die Strömungsformen, die Tiefen- und Breitenprofile sowie die Anordnung und Vielfalt von natürlichen Elementen wie Kiesbänken, Prall- und Gleithängen, Seitenarmen oder Auen. Morphologische Vielfalt beschreibt die strukturelle Vielfalt eines Gewässers und seiner […]
Aqua­ti­sche Au­le­bens­ge­mein­schaf­ten
Aquatische Aulebensgemeinschaften sind Lebensgemeinschaften (also Biozönosen) aus Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen, die in den Wasserlebensräumen der Flussaue vorkommen. Sie bewohnen temporär oder dauerhaft mit Wasser gefüllte Lebensräume, die durch die Dynamik des Flusses geprägt sind – wie z. B. Altwässer, Flutrinnen, Tümpel, Überschwemmungsflächen oder periodisch überflutete Auwälder. Sie bestehen typischerweise aus: In einem renaturierten Alpenrhein könnten […]
Ri­pi­cole In­sek­ten
Ripicole Insekten sind Insekten, die an Fluss- und Bachufern leben, also in sogenannten Ufer- oder Auenhabitaten. Der Begriff ripicol kommt vom lateinischen ripa = Ufer. Diese Insekten sind an periodische Überschwemmungen, wechselnde Wasserstände und Dynamik in Flussauen angepasst. Eigenschaften ripicoler Insekten sind: Durch die Wiederherstellung von Dynamik (z. B. Geschiebedynamik, Überschwemmungsflächen) im Alpenrhein entstehen neue Lebensräume […]
Auen­wald
Ein Auenwald ist ein spezieller Waldtyp, der in den Überflutungsgebieten von Flüssen und Bächen wächst – also in sogenannten Auen. Diese Wälder sind durch regelmässige oder zumindest periodische Überschwemmungen geprägt, was sie von anderen Waldtypen unterscheidet. Auenwälder zählen zu den artenreichsten und dynamischsten Ökosystemen Mitteleuropas. Auenwälder sind unverzichtbare Bestandteile von Fliessgewässersystemen, weil sie natürliche Puffer- […]
Kern­le­bens­raum
In einem Flussökosystem bezeichnet der Begriff Kernlebensraum jene Bereiche, die für die typischen Lebensgemeinschaften eines Flusses von zentraler Bedeutung sind. Diese Zonen zeichnen sich durch eine hohe ökologische Qualität aus und bieten spezialisierten Arten optimale Lebensbedingungen. Temporäre und permanente Kleingewässer im Aubereich bieten ideale Laichplätze für Amphibien. Auf Sand- und Schotterbänken entwickelt sich eine Pioniervegetation […]
«Rhesi» – Rhein , Er­ho­lung, Si­cher­heit
Der Unterlauf des Alpenrheins zwischen Oberriet/Koblach und dem Bodensee bei Fussach/Höchst wird auf einer Länge von 26 km umgebaut werden, etwa zwischen 2030 und 2050 während 20-jähriger Bauzeit. Dies, weil die Dämme den Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügen, ein immenses Schadenspotenzial (13 Milliarden Franken) vorhanden ist und im Zuge der Klimaveränderungen häufigere Extremwetterereignisse erwartet werden. Das […]
Alpen­rhein
Als «Alpenrhein» bezeichnet man die 90 km lange Strecke zwischen dem Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein in Reichenau (Graubünden) und der Mündung des Rheins in den Bodensee.
Ent­wick­lungs­kon­zept Alpen­rhein (EKA)
Das «Entwicklungskonzept Alpenrhein» ist ein Grundsatzpapier zur Entwicklung des Alpenrheins aus dem Jahr 2005. Es wurde von den Regierungen der Schweiz, Österreichs, Liechtensteins, Vorarlberg, St. Gallen und Graubünden unterzeichnet.