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1.03.07 18:40 Alter: 15 yrs

Ist der Hochwasserschutz gewährleistet?

Der WWF St. Gallen begrüsst die Interpellation von Kantonsrätin Ursula Graf Frei, Diepoldsau. Sie will vom St. Galler Regierungsrat wissen, wie es in Sachen Hochwasserschutz am Alpenrhein weitergeht.


Der WWF St. Gallen verlangt, dass die im Entwicklungskonzept Alpenrhein vorgeschlagenen Massnahmen für mehr Hochwasserschutz und Ökologie in Angriff genommen werden. Angesichts der Hochwasserereignisse in der jüngsten Vergangenheit können wir dankbar sein, dass das Rheintal bis heute von solchen Katastrophen verschont geblieben ist. «Im Entwicklungskonzept ist ein eindeutiger Handlungsbedarf ausgewiesen», schreibt Ursula Graf Frei, WWF-Vorstandsmitglied, in ihrer Interpellation an die Regierung des Kantons St. Gallen.

Die Interpellantin mahnt, dass die Dringlichkeit der Massnahmen keine Verzögerungen duldet und möchte von der Regierung einen «Fahrplan» zur Umsetzung des Entwicklungskonzepts haben. Auf keinen Fall darf den Stimmen nachgegeben werden, die bezüglich Wasserbau wieder zu «harten Hochschutz-Massnahmen» zurückkehren wollen, indem erneut Erhöhungen von Brücken und Dämmen in Betracht gezogen und gar geplant werden. Dies steht für den WWF im vollen Widerspruch zu den fortschrittlichen Lösungen des Entwicklungskonzeptes und zum schweizerischen und EU-Wasserbaurecht.

Massnahmen im Hochwasserschutz bergen auch für den Lebensraum Fluss eine Chance, damit sie wieder als echte Lebensadern die Landschaft durchziehen können. Diese Möglichkeiten gilt es jetzt zu nutzen.

Medienmitteilung des WWF St. Gallen (pdf)