< Seeforelle oder Rheinstufen
3.05.16 12:33 Alter: 3 yrs

Rechtsstreit programmiert


Der Rhein soll mehrheitlich "mini" bleiben, wenn es nach dem Willen der Gemeinsamen Rheinkommission, einzelner Gemeinden und Wasserversorger geht. Die Pläne, welche das oberste Entscheidungsgremium am 28.4.16 im Rheinausaal in St.Margrethen präsentiert hat, sind mager. Die Rheinkommission ist eingeknickt. Die Gemeinden sind heilig, ebenso jeder durchaus verlegbare Trinkwasserbrunnen. Der Gestaltungsspielraum punkto Gewässerschutz und Naherholung wird nicht genutzt. Gewässerschutzrechtliche Vorgaben werden nicht umgesetzt, weshalb ein Politprojekt und keineswegs ein fundiertes Fachprojekt vorliegt. Die Gemeinden und Trinkwasserversorger haben sich vorerst durchgesetzt. Die Umweltverbände bedauern, dass keine besseren Lösungen für den Hochwasserschutz, die Trinkwasserversorgung und den Gewässerschutz gesucht werden. Die von Beginn an kommunzierten Minimalanforderungen punkto Gewässerschutz wurden ignoriert. Die extrem ressourcenaufwändige und bisher konstruktive Mitarbeit der Umweltverbände wurde nicht berücksichtigt. Ebenso wurde der Wille der Bevölkerungsmehrheit nicht respektiert. Die Umweltverbände werden deshalb in einen langjährigen Rechtsstreit gezwungen, um der Natur und der Bevölkerung doch noch zu ihrem Recht zu verhelfen. Im 2018 wird das Projekt öffentlich aufgelegt. Bis dahin bereiten wir uns in aller Ruhe vor.