Fischige Bilanz

In den letzten 140 Jahren sind zahlreiche Fischarten im Alpenrhein ausgestorben. Hauptursachen sind der Verlust von Gewässerraum, Strukturvielfalt sowie die täglichen, künstlichen Wasserspiegelschwankungen.

 

Ursprünglich 30 Fischarten

In historischer Zeit lebten etwa 30 Fischarten im verzweigt fliessenden Alpenrhein. Seit dem Beginn der Regulierung (1860) schrumpft die Anzahl der Fischarten. Heute sind noch sechs Fischarten häufig (blau) im Alpenrhein, 11 Arten (orange) sind fast und 13 Arten ganz ausgestorben (rot).


Vielfältige Ursachen

Der Gewässerlebensraum wurde mit der Regulierung massiv verkleinert. Aus einem verzweigten Wildfluss mit einem bis zu 750 Meter breiten Flussbett ist ein enger Kanal geworden. Von einst 53 angebundenen Zuflüssen sind 43 vom Alpenrhein abgetrennt worden. Von den zehn verbliebenen Zuflüssen sind nur noch fünf als Laichgründe und Lebensräume erreichbar, weil der Rhein sich gegenüber den Zuflüssen um bis zu fünf Meter tief eingegraben hat. Vor allem die künstlichen Wasserstandschwankungen belasten die Fische sehr.

 

Linderung in Sicht

Die Anrainer-Regierungen des Alpenrheins wollen mit der Umsetzung des Entwicklungskonzepts Alpenrhein sowie des Massnahmenprogramms zur Rettung der Seeforelle die Lebensraumbedingungen für Fische im gesamten Gewässernetz verbessern.

Legende

rot: ausgestorbene Art

gelb: Art kommt weniger häufig vor

blau: Art kommt noch häufiger vor